111 Stand 47 Sehr seltene, großformatige Lithographie. Der Betrachter steht etwas oberhalb der Kirche und blickt auf die Havel, Mittig die Pfaueninsel, im Hintergrund Sacrow. – Niederschönhausen: „Vue de Schönhausen“. Dediée á Sa Majesté la reine Douairiére de Prusse & & , lavierter Umrißkupferstich n. C.B. Schwarz b. Morino & Com- pany, um 1790, 24,7 x 37,8 € 2.000,- Kiewitz, Nr. 1194. - Oben rechts unbezeichnet. Die Vorzeichnung zur Ansicht entstand im Jahr 1787, einem Jahr nach dem Tode Fried- rich des Großen. – Oranienstrasse:   „Berlin. Oranienstr.131, Aquarell u. Federzeichnung v. Paul Lothar Müller, dat. 1885, 26 x 24,5 (H). (Siehe Abb. rechts oben) € 2.500,- Thieme Becker Bd. XXV, S. 245. Müller war von 1886- 89 Schüler der Akademie. - Blick über (teils schneebedeckte) Dächer der Jacobi Kirche („ Stüler - Kirche „),  Oranienstr. 131. – Palais Kaiser Wilhelm I.  „Palais des Prinzen zu Preu- ßen. Le palais du Prince de Prusse“, Aquatinta (in Stahl) F. v. Brohm b. Hubenthal & Comp., um 1855, 19 x 28 € 600,- Kiewitz 86. - Blick von der Universität aus. Links die Bibliothek, rechts das Reiterstandbild Friedrich des Großen. – Rathaus: Köllnsche Rathaus, „Der Köllnische Fisch- markt zu Berlin“, altmontierte Federzeichnung v. K.(on- drad) Böse, datiert im Bild, 1881, 34 x 41,5 € 3.400,- Saur, Allgem. Künstler Lexik., München-Lpzg., 1996, Bd. 12, S. 96.; Thieme - B., Bd. IV, S. 206. - Ders. dort:“Zeichner der Gegenwart in Berlin, trat Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrh. ... hervor ...“. Studierte bei Paul Thumann u. Karl Gussow an der Berliner Aka- demie; später dort Professor. - Ausstellung auf der Großem Berliner Kunstaustellung 1909. - Zeigt mittig das ehem. Köllsche Rathaus. Die Ansicht zeigt das Gebäude nach dem Umbau (1710 - 16) mit dem unvollendet gebliebenen Turm. Das Gebäude hat eine wechselvolle Geschichte. Die Stadtverwaltung von Berlin, Kölln, Friedrich-Werder und Dorotheenstadt war nur kurze Zeit in diesem Gebäude unterge- bracht, denn schon um 1725 zog die Verwaltung, auf Weisung Fried- rich Wilhelm I, in das Berlinsche Rathaus. Ab 1730 dann Köllsches Gymnasium, dann einige weitere Funktionsveränderungen, ab 1880 dann im 1. Stock die Sammlung des Märkischen Museums. Im Jahr 1900 fiel das Gebäude der Straßenverbreiterung zum Opfer. - Hier Darstellung  nach  dem  Einzug  des  Märkischen  Museums.  I.  Hgr. der Kirchturm der Petrikirche. Unten rechts sig. u. dat.: K. Boese ‚81. - Sehr selten.